Brasilianische Unternehmen sind laut neuesten Analysen den internationalen Trends gefolgt und haben ebenfalls die Preise für Lebensmittel stark erhöht.
Gemäß Wirtschaftsexperten lag die amtliche Inflationsrate in den letzten zwölf Monaten bei 4,29 Prozent, während Nahrungsmittel beispielsweise in Brasiliens größter Stadt Sao Paulo  in diesem Zeitraum  durchschnittlich 11,24 Prozent teurer wurden. Die Durchschnittszahl ist indessen wenig aussagekräftig, da beispielsweise Bohnen, neben Reis das wichtigste Grundnahrungsmittel der Bevölkerungsmehrheit, in Sao Paulo um 168 Prozent verteuert wurden. Die minderwertige, meistkonsumierte Milch wurde um 22,7 Prozent, Frischkäse um 30,6 Prozent, Mehl um 17 Prozent, Rindfleisch um 19 Prozent teurer. Besucher aus dem Billigstlohnland Brasilien machen beispielsweise in dem als teuer geltenden Deutschland eine frustrierende Erfahrung: Zahlreiche Lebensmittel, darunter Milch, Käse oder Joghurts, sind durchschnittlich nicht nur billiger, sondern auch noch qualitativ hochwertiger als in Brasilien. Jeder mittlere Supermarkt eines größeren deutschen Dorfes hat gewöhnlich ein besseres, gesünderes und auch noch preiswerteres Angebot als viele Supermärkte in  Mittelschichtsvierteln brasilianischer Millionenstädte.
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”Preissteigerungen bei Lebensmitteln sind ein Motiv für Fröhlichkeit, sagte Brasiliens Staatschef Lula in Holland laut Presseberichten.
Weil die Armen der Welt mehr essen, so Lula gemäß ”Folha de Sao Paulo, erhöhe sich die Nachfrage nach Lebensmitteln, damit auch die Inflation in einigen Ländern. ”Erstens müssen wir alle Gott danken, daß das Volk mehr zu essen hat. Und wenn der Arme mehr Zugang zu Lebensmitteln hat, ist das eine Alegria imensa. Und zweitens gibt es noch eine andere Alegria: Dann nämlich, wenn alle Welt etwas mehr produziert, wird es mehr Reichtum, mehr Arbeit und weniger Inflation geben. Zu Einwänden, die Lebensmittelproduktion werde negativ beeinflußt durch die Herstellung von Agrotreibstoffen, sagte Lula: ”Kommen sie mir nicht mit diesen Redensarten, wonach die Agrotreibstoffe zu einer Preiserhöhung bei Lebensmitteln geführt haben.
Laut ”Folha de Sao Paulo setzte Lula auch auf dieser Europareise seine Werbung für brasilianische Agrotreibstoffe fort, während Hollands Premierminister Jan Peter Balkenende kritisch auf die Umweltaspekte verwiesen habe. Â
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