http://www.latimes.com/news/nation-and-world/la-fg-brazil-iran23-2009nov23,0,7923085.story
Politikwissenschaftler Brasiliens und des Auslands sehen im Ahmadinedschad-Besuch ein Risiko für Lula, politisches, außenpolitisches Prestige zu verspielen “ und eine Chance für Ahmadinedschad, sich selbst, die eigene Regierung zu legitimieren. Brasilia kollidiere mit den Anstrengungen der USA, den Iran zu bändigen. Als Positionswechsel Lulas wird angesehen, auf eine ethisch-moralische Bewertung Ahmadinedschads, der Menschenrechtslage im Iran völlig zu verzichten(Unterdrückung bzw. Verfolgung von Minderheiten, Regimegegnern, Homosexuellen etc.) Was radikale Islamisten freuen dürfte. Als jetzt ein UNO-Gremium über eine Resolution zu Menschenrechtsverletzungen im Iran abstimmte, enthielt sich Brasilia der Stimme, hieß es. Dies gelte als sehr bedenklich.
Herausgestellt wird ferner, daß Kritik am Ahmadinedschad-Besuch auch von Nachbarn wie Argentinien kam. Die argentinische Justiz habe sechs iranische Regierungsmitglieder in Abwesenheit angeklagt, lasse über Interpol nach keinem geringeren als den iranischen Verteidigungsminister fahnden, weil auch dieser als mitschuldig für ein Attentat von 1994 in Buenos Aires gilt. Bei dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum wurden damals 85 Menschen getötet. Kritik kommt zudem von den jüdischen Gemeinden ganz Lateinamerikas: Ahmadinedschad negiere den Holocaust und wolle ein UNO-Mitglied, den Staat Israel auslöschen “ wie könne Lula einen solchen Mann empfangen und gleichzeitig einen ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat einfordern? Ahmadinedschad in Brasilia zu empfangen, gelte als positives Signal an die antiisraelische, antijüdische Welt, an die radikalen Islamisten. Die jüdische Welt war schockiert, als Brasilia und auch Lulas Arbeiterpartei PT zu Jahresbeginn Tel Aviv erstmals Staatsterrorismus vorwarfen und das Vorgehen Israels in Gaza mit dem der Hitler-Wehrmacht verglichen. Hätte Lula gar auch den Judenhasser Hitler empfangen, fragte ein jüdischer Politikexperte. Brasilien stärke die radikalen Islamisten der ganzen Welt, indem Ahmadinedschad empfangen werde wie ein Freund. Lula belohne den Iran mit zahlreichen Wirtschaftsverträgen, besseren Wirtschaftsbeziehungen, womöglich gar mit künftiger nuklearer Zusammenarbeit, hieß es ferner. Schließlich will Brasilien in den nächsten Jahren gleich Dutzende weiterer Atomkraftwerke bauen. Wenn Lula jemandem wie Ahmadinedschad abnehme, daß das iranische Atomprogramm lediglich friedlichen Zwecken diene, wäre dies zumindest naiv. Â Brasilia gebe vor, im Nahen Osten eine Vermittlerrolle spielen zu wollen. Auch dies wird für naiv und unwahrscheinlich gehalten. Jemand wie Ahmadinedschad lasse sich schwerlich von jemandem wie Lula beeinflussen. So oder so habe Brasilia jedenfalls klargemacht, auf der diplomatischen Bühne der Welt mehr als bisher mitspielen zu wollen. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/lula-am-3-und-4-dezember-in-deutschland-folter-scheiterhaufen-slum-diktatur-und-andere-gravierende-menschenrechtsverletzungen-thema-der-offiziellen-gesprache-lula-in-berlin-und-hamburg/
Brasilia zu eigenen Atomwaffen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/
« Aids in Brasilien: Mehr Ansteckungen bei Mädchen zwischen 13 und 19 als bei Jungen der selben Altersgruppe, laut Gesundheitsministerium. „Meninas em perigo“. „Aids-Epidemie nicht unter Kontrolle.“(Aids-Pastoral) – Bananen kaufen in Manaus, Amazonien. Gesichter Brasiliens. »
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